Was Vergeben bedeutet (2/3)

In einem vorangegangenen Blogartikel habe ich mich dem Thema Ärger gewidmet, der selten konstruktiv genutzt wird. Dieser Artikel handelt nun von der Bedeutung des Wortes „Vergeben“ sowie der energetischen Auswirkung von Vergebungsarbeit.

Sicher sind wir uns darüber einig, dass es wenig gut tut, in „schweren Emotionen“ stecken zu bleiben. (Def.: Groll, Wut, Hass, Schock, Traurigkeit, Frust, Neid, Eifersucht, Angst etc.) Was dies energetisch und auch körperlich mit uns macht, kannst du im Artikel: Was Ärger anrichtet nachlesen.

Wenn du dich mit deinen dunklen Emotionen (auch Schattenanteile genannt) lange genug auseinander gesetzt hast, dann möchtest du sie in der Regel gerne loslassen und verabschieden. Das ist sehr sinnvoll, wenn du wieder in einen Zustand des Wohbefindens und Friedens zurückkehren möchtest.

Wie kann dies aber gelingen?

Vergebung

Darauf gibt es nur eine Antwort:
Grundlegendes Loslassen gelingt nur durch tiefe Vergebungsarbeit!

(Ich schreibe hier bewusst „Vergebungs-arbeit“, denn alleine der Wunsch zu vergeben reicht meist noch nicht aus.)

So lange du eine Verletzung in dir hütest und vielleicht durch Grübeln noch nährst, so lange beschwert sie dein Energiefeld und dein Gemüt.  Erst wenn du die Emotionen wirklich anschaust und bereit bist, sie wieder in die Liebe zu holen, dann können sie sich transformieren und endgültig verabschieden. Dann kann Frieden in das Thema oder die Lebenssituation kommen!

Das bedeutet, mit der Vergebungsarbeit tust du vorrangig DIR SELBST etwas Gutes! Du befreist dich selbst aus einer emotionalen Schieflage.


Ich kann nicht einfach so vergeben. Das Geschehene war zu schlimm!

In meinen Coachings kommt es selten vor, dass dieser Satz fällt. Hin und wieder geschieht es aber doch! Dann ist es gut, sich vor Augen zu halten, was Vergeben eigentlich bedeutet. Im folgenden erkläre ich meine persönliche Sicht auf das Thema.

Kurzer Diskurs:

  • Vor unserer Inkarnation haben wir mit unserer Seelenfamilie abgesprochen, worum es in diesem Erdenleben gehen soll. Was wir gerne lernen möchte, in welchem Bereich ich wachsen und Einsichten gewinnen möchte.
  • Die Rollen wurden verteilt, wir sind inkarniert und leben nun das entsprechende Leben.
  • Irgenwann greift eine vereinbarte Situation und wir werden so richtig in ein Schmerzthema hineingeschubst. Dies gilt für beide Seiten: Erleiden wir den Schmerz, sind wir das „Opfer“, so machen wir die anderen Beteiligten dadurch zu Tätern.
  • Die Lernerfahrung gilt dabei für beide Seiten, jeder kann sich mit seiner Befindlichkeit auseinandersetzen.

Begeben wir uns in die Vergebungsarbeit, dann gehen wir absichtsvoll aus dem Drama heraus. Wir legen unsere „Opferrolle“ ab, erlauben dabei auch dem oder den „Tätern“, sich ihrer Rollen zu entledigen. Genau wie Schauspieler, die ein Stück vorzeitig beenden.

Wir heilen unseren eigenen Schmerz, widmen uns den auslösenden wunden Punkten und gehen in ein Feld der Neutralität. Der andere kann uns mit seinen Spielchen nicht mehr erreichen und verletzen.

Damit erreichen wir den Inneren Frieden in diesem Bereich!

Vergeben

Vergeben oder Versöhnen und Verzeihen?

Eine kluge Freundin sagte vor einiger Zeit zu mir: Für mich ist Vergeben nicht das Gleiche wie Versöhnen!

Ich verstand sofort, was sie meinte:

Vergeben

Es gibt Dinge, die sind so furchtbar, dass es unmöglich ist, sie zu verzeihen oder sich damit zu versöhnen!

.

Die Verletzungen sind so groß, dass man es nicht schafft, mit der auslösenden Person wieder in die Liebe zu kommen. Das ist einfach nur menschlich, wir sind keine Heiligen.

VERGEBEN aber sollte immer möglich sein!
Uns selbst zuliebe. So bedeutet Vergebung für mich, dass wir aus dem Kreis des Dramas hinausschreiten an einen Ort der Neutralität. Es bedeutet, dass wir die Situation sein lassen und sagen: Lebe du dein Leben weiter, ich lebe meines!

Dazu braucht es vor allem die Bereitschaft, die Dinge gut sein zu lassen. Mein Gegenüber ist in seinem Feld, ich bin in meinem. Fertig!
Wenn die Absicht und der Wunsch dazu da ist und man sich dieses Geschenk machen möcht, dann ist es bisher noch jedem möglich gewesen. Es beschert Inneren Frieden!

Wirkliche Versöhnungsarbeit, also die Bereitschaft mit meinem Gegenüber über den Nullpunkt in einen Bereich der Freundlichkeit zu kommen, verändert energetisch noch einmal eine Menge. Es ist aber das sogenannte Sahnehäubchen und fühlt sich ganz und gar gut an.


Hervorragend, wenn ich dies bewältige. Aber von einem Minusstand auch „nur“ die Neutralität zu erreichen, das verbessert die Lebensqualität bereits enorm

Selbstvergebung – der wichtigste Schritt überhaupt!

Inzwischen stellt die Vergebungs und Versöhnungsarbeit einen wichtigen Bestandteil meiner Coachings dar. Geschieht sie nicht, fehlt ein Element und der Klient kann sein Thema noch nicht ganz verabschieden.

Je mehr ich aber mit der Vergebungsarbeit arbeite, um so deutlicher zeigt sicht: Der wichtigste Aspekt an der Vergebung ist die SELBSTVERGEBUNG!

Wie ich das meine?
Nun, zum Einen haben wir Menschen die Neigung, uns selbst gegenüber deutlich härter und unnachgiebiger zu sein als zu unseren Mitmenschen.

Mal Hand aufs Herz:
Wie oft schimpfst du in Gedanken oder auch laut mit dir selbst, weil du vielleicht etwas vergessen oder nicht ordentlich erledigt hast? Würdest du mit deiner Freundin, deinem Kind genauso hart ins Gericht gehen? Dieselben Worte benutzen..? Ich glaube nicht!

Vergeben

Zum anderen liegt die Wut, der Schmerz, die Verbitterung letztendlich in uns selbst:
ICH bin wütend, beleidigt, verletzt… etc. Eine Aktion im Außen, ein bestimmtes Verhalten hat dies bei und in MIR ausgelöst!

Ich habe eine innere Verletzlichkeit. Damit habe ich mich in den Opferstatus begeben, eine Rolle, die niemandem behagt. Oft wird diese Rolle von einer Menge meist unbewusster Glaubenssätze und Überzeugungen genährt und gehalten, die wir von klein auf entwickelt und übernommen haben.

Sich genau diese vermeintlichen Schwächen und Fehler zu verzeihen, kann eine immense Energiewelle auslösen! Da ich den Energielauf meines Gegenübers fühle, nehme ich das immer wieder intensiv wahr.

Die Bereitschaft zur Selbstvergebung löst mehr gestaute Energie als die Vergebung für andere. Sobald ich meine energetischen Schmerzpunkte umarmt habe und aus dem Drama ausgestiegen bin, komme ich in eine schöne Neutralität, in ein Gefühl des Friedens.

Nun wurde die Verletzung auf allen Ebenen wirklich losgelassen und das Leben kann wieder weitergehen!


Und die Selbst-Versöhnung?

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle: Hm, wie ist es denn hier mit der Selbst-Versöhnung? Dem wirklichen Verzeihen?

Selbstversöhnung kann erst nach dem Vollziehen der Selbstvergebung stattfinden. Es wäre folgerichtig der nächste Schritt:
Wenn du von einem Bereich unter Null emotional auf den Nullpunkt gekommen bist, dann ist bereits viel gewonnen. Von hier aus kannst du im nächsten Schritt nun wieder in die Selbstliebe gehen! Und wie wunderbar, wenn du dies kannst und dich darauf einlässt!
Selbstliebe ist bei den vielen Frauen ein großes Thema!

Es gibt so viele Bereiche, in denen wir mit uns selbst nicht in der Liebe sind. Möglicherweise bereits in der Akzeptanz, aber noch nicht in der bedingungslosen Liebe.

Es ist ein lebenslanger Vorgang achtsam zu sein, seine wunden Bereiche Stück für Stück wahrzunehmen, aufzudecken und dann liebevoll wieder anzunehmen. Das ist wahre Bewusstseinsarbeit!

Vergebung

Im nächsten Blogartikel (Vergebung Teil 3) gehe ich dann abschließend zu diesem großen Thema auf Wege und Techniken zum Durchführen der Vergebungarbeit ein!

Deine Meinung ist gefragt!

Wie jede Blogschreiberin freue auch ich mich über einen regen Austausch zum jeweiligen Thema! Es ist wichtig für mich, ob ich dich mit meinen Inhalten erreiche und ob sie dich stützen.

Wenn du mir also deine Ansicht zur Vergebung/ Versöhnung und zum Verzeihen erzählen möchtest, dann freue ich mich sehr darüber, wenn du dies im Blogkommentar tust! 🙂

leicht

Mögest du dich deinen wunden Punkten sanft nähern und mit gütigen Augen auf dich und deine Mitmenschen schauen!

Ich winke dir fröhlich zu aus Büttelborn!


Deine Silke

Für dich:  

Abschließend habe ich noch ein paar Geschenke für dich:
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Bilder: Pexel & Unsplash
Text: S.Kitzmann



About Silke Kitzmann

Als Seelencoach helfe ich Frauen, ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und aktuellen Leidensdruck zu mindern, bzw. ganz zu verabschieden. Im medialen Coaching geschieht tiefe Transformation! Meine Klienten lösen sich Schicht um Schicht aus ihren aktuellen Dramen und verändern nachhaltig ihre energetischen Schieflagen. Dadurch gewinnen sie ihre Kraft, ihre Freude und ihre Leichtigkeit immer mehr zurück - für ein schöneres Leben im Hier und Jetzt!

2 thoughts on “Was Vergeben bedeutet (2/3)

  1. Liebe Silke,

    vielen Dank für deine wunderschönen Newsletter gerade zum Thema Vergebung. Ich glaube, dass du nicht nur mich, sondern auch viele andere Leserinnen damit erreicht.

    Nochmals ganz herzlichen ❤️Dank für deine wunderbare Website und deinen Newsletter. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten 😊

    Liebe Grüße und einen erholsamen Sonntag ☀️
    Angela

    1. Liebe Angela,
      ich freue mich sehr, dass dir meine Website und auch der Artikel gefällt. Vielen Dank für die Rückmeldung. 😊
      Es wird später noch einen dritten Teil dazu geben, mit Handlungsimpulsen zum Umsetzen.😊🤗
      Liebe Grüße und alles Gute für dich,
      Silke

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