Was freies Malen mit dem Leben zu tun hat…

   Was freies Malen mit dem Leben zu tun hat  

MalenHallo, ich bin Silke Kitzmann und blogge zu Themen rund um Positiv Leben und Geistiges Heilen.


Heute möchte ich meine Erlebnisse und Einsichten nach einem einwöchigen Mal- und Bildhauerworkshop auf Gozo mit dir teilen. Ich war doch etwas überrascht, denn kreatives Arbeiten hat mehr Parallelen zur Lebensgestaltung , als ich gedacht hätte…

Seit ein paar Jahren gönne ich mir jedes Jahr eine Reise für mich alleine! Eine Reise ohne Familie, während der ich mich ganz um mich selbst kümmere.


Bisher bin ich immer zu spirituellen Themen gereist. (Avalon, Atlantis…) In diesem Jahr wurde ich jedoch nicht so richtig fündig, kein Reiseangebot war DIE Reise.  Deshalb habe ich den Schwerpunkt verschoben und mich auf die Suche nach einer Kreativreise gemacht.
Ich hatte Lust, mir dadurch den Zugang zu meinen Inneren Bildern und Räumen weiter zu öffnen und sie als gestaltete Werke sichtbar zu machen.  Kurz gesagt: Ich wollte die Kreativität in mein Leben zurück zu holen.

   Die Kreativität – ja, wo ist sie denn hin? 

Sie ist mir in den letzten 20 Jahren doch sehr abhanden gekommen…


Vielleicht kennst du das aus deiner eigenen Geschichte:
Als Kind habe ich mit viel Freude immer gemalt und gezeichnet! Als Teenager habe ich gebastelt und unzählige VHS-Kurse besucht. In der Schule hatte ich Kunst als Leistungsfach. Später wollte ich im kreativen Bereich bleiben und wählte „Produktdesign“ als meinen ersten Studiengang.
Während ich früher mit meinen Arbeiten so weit zufrieden war, begann nun immer mehr das „Ab“urteilen und Kritisieren der eigenen Ergebnisse. Irgendwann war ich davon überzeugt: „Ich bin nicht gut (kreativ) genug! Das ist nichts für mich!“
So zog ich meine Konsequenzen und wechselte das Studium. Infolge studierte ich Grundschulpädagogik, im Hauptfach Kunst. Hier ging es mehr und mehr darum, andere (die Kinder) an das kreative Arbeiten heranzuführen. Für eigenes Zeichnen und Malen fehlte mir zunehmend der Raum, die Kreativität ging in die Unterrichtsentwürfe ein und mit einem eigenen Kind war dann jegliche freie Zeit zum entspannten Gestalten ganz verschwunden.
Mein
Alltag war durchgetaktet, ich hatte keine Muse mehr, meine Ergebnisse lohnten die Mühe nicht. Ich konnte mich an ihnen nicht mehr erfreuen!
Dieser Zustand zog sich hin bis vor ca. 2 Jahren.  Mit einem Wochenendkurs im Malen begann ich, mir das Lustvolle am Umgang mit Linie und Farben wieder zurückzuerobern. Der Auslöser war tatsächlich mein Bedürfnis nach leuchtenden Farben! 🙂

MalenSo nahm ich mir nun hin und wieder den Raum, ein bisschen vor mich hinzupinseln, in Vorfreude auf die Seminarwoche auf der  wundervollen Insel Gozo bei Malta. (Heidi u. Horst Schrickel/ Atelier Freifarbe)  Auf Ruhe, Entspannung, Gestalten und neue Kontakte!

Thema war das „Freie Malen“ mit den Farben der Insel und das Gestalten einer Skulptur aus Sandstein. Ich war gespannt, wie es mir damit wohl ergehen würde…


   Der Flow braucht Freiraum 

Das Seminar erfüllte meine vorsichtigen Erwartungen aufs Beste. Was ich allerdings nicht erwartet hatte, das war der unmittelbare Bezug des Malens zum Leben und der Sog, der mich (und auch die anderen) schnell erfasste!


MalenSobald der erste Arbeitsauftrag ausgesprochen war, geriet ich in eine Art Fieber: Ich malte, kleckste und verteilte Farbe. Zunächst nur Punkte, Linien und Flächen auf getrennte Blätter. Vorübungen, wie ich dachte…

Immer wieder wunderte ich mich über diesen intrinsischen Schaffensdrang: Ich wollte nur weitermalen, nicht angesprochen oder gestört werden.


Dieser Flow blieb während der ganzen Woche erhalten. Das Gestalten kam tief aus dem Inneren und hatte einen eigenen Sog. Nach langer, langer Zeit rutschte ich endlich wieder in den Zustand des selbstvergessenen Arbeitens zurück, den man am Besten aus der Kindheit kennt. Zum Teil sinnentleert (Punkte, Linien, Flächen…), aber dies hoch konzentriert!
Nach jedem „Maltag“ erstaunte es mich, wie „wenig voll“ das Blatt nach drei Stunden intensiven Arbeitens noch war. Wie wenig „schön“ es aussah! Das war aber nicht weiter schlimm, denn ich hatte Zuhause beschlossen, diese Woche ohne Ergebnisdruck zu durchleben. Mich ganz den Prozessen hinzugeben – was immer auch daraus entstehen mochte.

MalenTatsächlich waren diese 3 Blätter keine Vorübungen, sondern der Einstieg in drei verschiedene Gemälde. Von Horst beim Malen und Heidi beim Bildhauen (honigfarbener Gozo-Sandstein) sanft, aber nachhaltig angeleitet und beraten, entstanden in dieser Woche drei Bilder und eine Skulptur.


Sie sind vielleicht nicht künstlerisch hochwertig, aber ich habe zu allen vier Ergebnissen eine emotionale Beziehung und wertschätze sie.  Mit meiner Skulptur habe ich während des Meißelns sogar gesprochen! 😀

Jetzt fragst du dich sicher langsam, ob ich vom Thema abgekommen bin. Was ist jetzt mit dem Bezug zum Leben?


Freies Malen und sein Bezug zum Leben

MalenIn dieser Woche habe ich zwar 6 Stunden am Tag sehr konzentriert gearbeitet, es gab aber immer auch Momente, in denen ich nicht mehr weiterwusste!
In denen ich vor meinem Bild stand und überlegte, wo das wohl hinführen sollte…


Und hier kommen nun die Impulse unserer Kursleiter ins Spiel. Immer wieder unterstützen sie uns mit folgenden Sätzen.

Lies sie einfach mal durch und lass sie dir auf der Zunge zergehen:

  • „Wenn du nicht weißt, wie es weitergehen könnte, dann suche dir zunächst die Stelle heraus, die dir am leichtesten erscheint und arbeite an ihr !“ (Skulptur)
  • „Schau mal, was dir an deiner Arbeit überhaupt nicht gefällt und bringe erst einmal diese Stelle in Ordnung! Das andere kannst du soweit ausblenden.“ (Malen)
  • „Nimm das, was da ist als Struktur, als Anhaltspunkt. Überlege dann, welche Grenzen du einhalten willst und wo du absichtlich und bewusst darüber hinausgehst!“ (Malen)
  • „Folge mit deiner Gestaltung dem Prozess. Orientiere dich an dem, was das Material dir vorgibt, was du als Ausgangspunkt hast. Wenn deine Skulptur zerbricht, dann ist das zwar ärgerlich und traurig. Aber du kannst dich danach wieder sammeln und schauen, was aus den jeweiligen Einzelteilen Neues entstehen könnte…!“ (Skulptur)
  • „Wenn du keine Idee mehr hast, was du noch verändern könntest, dann höre erst einmal auf und nimm dir etwas anderes vor. Du kannst später immer noch daran weiterarbeiten.“ (Bild)
  • „Dreh das Bild doch einfach mal um und schaue, was dann sichtbar wird!“ (Bild)
  • „Nimm dir die Freiheit, Stellen die dir gar nicht gefallen, einfach zu übermalen! Es ist dein Bild – deine Entscheidung.“ (Bild)
  • „Wenn du nichts mehr verändern möchtest, dann ist das Kunstwerk erst einmal fertig. Das muss aber kein Endzustand sein!“ (Bild)

Was sagst du dazu?


  Angewandt auf das Leben 

Ich finde, das sind hervorragende Impulse mit dem eigenen Leben gut umzugehen:

  1. Du bist die Gestalterin! Du drückst ihm deinen Stempel auf.
  2. Du kannst dich von ihm leiten und führen lassen, aber immer auch bewusst vom vorgegebenen Weg abweichen und etwas Neues in den Alltag hineinholen.
    Oder ihn ganz verlassen…
  3. Selten gelingt alles nach Plan, es geht immer auch mal etwas schief. Lecke deine Wunden, orientiere dich neu und gestalte dein Leben um!
  4. Du kannst dich in deiner momentanen Situation einrichten, wenn sie dir dient und du zufrieden bist. Gleichzeitig braucht das kein Dauerzustand zu sein. Du hast immer die Möglichkeit Veränderungen vorzunehmen.
  5. Am Besten nicht gleich überall auf einmal, sondern entweder dort, wo es dir aktuell am Leichtesten fällt oder aber dort, wo eine Situation gar nicht zu ertragen ist.
  6. Und wenn es dir gar zu langweilig wird, dann probiere etwas Neues und mache etwas, was du noch nie getan hast. Stelle deinen Tag einfach mal auf den Kopf!

MalenWichtig war für mich auch die Vorgabe, die Werke der anderen Teilnehmer in keiner Weise zu kommentieren. Das fand ich schwierig einzuhalten. Ich habe gemerkt, wie sehr ich das Kommentieren doch gewohnt bin.


Wie leicht sagt man: „Oh, das sieht aber schön aus.“  oder „Was soll das Grüne dahinten denn werden?“

Gleichzeitig entsteht dadurch aber für das Gegenüber
a) eine Bewertung (Wenn z.B. nur eine Arbeit von allen gelobt wird.)
b) eine Irritation
(Wenn der Gestalter selbst noch nicht weiß, wo er hin möchte oder etwas ganz anderes in der Stelle sieht.)


Und ganz ehrlich:
Wie schnell urteilt man beim (Be)urteilen auch etwas ab! Ich werde versuchen, das Nicht-Kommentieren im Alltag beizubehalten.

MalenSo habe ich aus dieser Woche neben vielen Weisheiten, drei Bildern und einer Skulptur auch nette neue Kontakte mit nach Hause genommen. Vor allem aber das Bewusstsein, dass beim Malen nichts „schief gehen“ kann sowie eine neue Freiheit  im und Freude am Gestalten.


Malen

Ich habe die karamellfarbene Insel Gozo ein wenig kennengelernt und weiß wieder, was ein Schaffensrausch ist!



Ein paar Worte über Gozo

MalenDiese Reise hielt für mich neben dem schönen Seminar noch einen weiteren  Anreiz bereit: Ich wollte nämlich schon immer einmal Malta kennenlernen und Gozo ist die kleine Schwesterinsel von Malta.


Wie sich herausstellte ist sie, obwohl katholisch geprägt, ein alter spiritueller Ort, denn auf ihr befindet sich der Mutter-Göttintempel „Ggantija“.


MalenDie Anlage soll sogar älter sein als die Pyramiden von Gizeh und der Steinkreis von Stonehenge.
Wenn auch die Reste des Tempels für Besucher inzwischen etwas zu ordentlich ausgestaltet sind, so kann man die hohe Schwingung der uralten Steine doch noch deutlich wahrnehmen. Ich habe dort eine schöne Stunde verbracht und mich über die perfekte Kombination dieser Reise von Kreativität und Spiritualität gefreut.

MalenFür mich sind diese persönlichen  Auszeiten  immer sehr wertvoll. Sie schenken mir neue  Einsichten über mich selbst und dienen als Nahrung und Stärkung für den Rest des Jahres!


So, das war es  für heute. Ich freue mich, wenn dir der Artikel gefallen hat! Vielleicht hast du selbst Ähnliches erlebt  und magst meinen Bericht durch eigene Erfahrungen oder Anregungen ergänzen?
Im Anschluss an den Artikel findest du die Kommentarfunktion.
Möglicherweise hast du nun auch Lust bekommen, dir einen Pinsel zu schnappen und loszulegen mit Farbe, Linie und Punkten?

Dann wünsche ich dir einen frohen Schaffensrausch, sende herzliche Grüße und winke dir fröhlich zu aus Büttelborn!

Rauhnächte


Deine Silke

  PS  

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About Silke Kitzmann

Als Seelencoach helfe ich Frauen, ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und aktuellen Leidensdruck zu mindern, bzw. ganz zu verabschieden. Im medialen Coaching geschieht tiefe Transformation! Meine Klienten lösen sich Schicht um Schicht aus ihren aktuellen Dramen und verändern nachhaltig ihre energetischen Schieflagen. Dadurch gewinnen sie ihre Kraft, ihre Freude und ihre Leichtigkeit immer mehr zurück - für ein schöneres Leben im Hier und Jetzt!

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